Reiseberichte 2009

Antauchen 2009

Am 04.04.2009 wartete mit der offiziellen Saisoneröffnung die Unterwasserwelt
wieder auf uns Taucher. Eine (gefühlte) ewig lange Kälteperiode hat uns (zumindestens die Meisten)
ja nun lange genug aus dem nassen Element verbannt.
Um 14:30 Uhr waren die meisten Tauchwilligen am Einstieg des Vereinssees eingetroffen.
Leider war das Wetter mit ca. 17°C nicht so toll wie am Vortag,
aber immerhin hat es nicht geregnet - think big.
So nun aber zum Tauchen:
Die Sicht war -und das ist schon positv ausgedrückt- nicht ganz so gut.
Allerdings zählt ja auch einfach mal wieder Unterwasser gewesen zu sein.
Von daher hat es sich gelohnt. Im Anschluss haben wir uns im Vereinsheim an leckeren,
gegrillten Würstchen und Salaten gütlich getan.

Ein herzlichen Dank an alle, die ihren Teil zu einem schönen Antauchen beigetragen haben.
Ich freue mich auf eine schöne Tauchsaison mit euch.

Antaucher waren:
Andre N., Andre P., Andreas, Bernadette,
Doris, Eugen, Freggel, Gabi, Horst, Langen,
Peter, Sarah, Schoppen, Till
Hoffentlich niemanden vergessen!?

04.04.2009 Andre Peinemann

 

Reisebericht Krk

1. Tag – 02. Mai 2009

Morgens um 3:30 Uhr ging es los. Nachdem Horst die beiden Peinemänner in Borken eingepackt hatte, 
fuhren wir um 4.00 Uhr in Bocholt bei Freggel los. Ziel des bis unters Dach vollgepackten Ford war der Flughafen Köln/ Bonn.
Die TuiFly-Maschine hob um 7:10 Uhr pünktlich ab und landete nach knapp über einer Stunde auf dem Flughafen Rijeka auf der kroatischen Insel Krk.
Um 9:30 Uhr wurden wir am Flughafen vom Basismitarbeiter Tomi (Spitzname Eckehard) in Empfang genommen.
Zu unserer Überraschung kam Eckehard mit einem normalen, etwas kleinerem PKW. Kurzerhand wurde der Wagen mit unseren Tauchsachen, Koffern und Personen (über-)beladen. Der Kofferraumdeckel wurde einfach mit einem Gummi festgebunden, die letzte, nicht mehr passende Tasche auf den Schoss genommen und los ging es.
Nach ca. 30 Minuten waren wir an der Basis angekommen.

Auf der Basis, wurde dann alles von uns unter die Lupe genommen. Wir bekamen jeder ein eigenes Staufach inkl. Kunststoffkiste und eigenem Schloss. Die Fächer sind aus Edelstahllochblech, dreigeschossig hoch gebaut - eine wirklich gute Lösung. Insgesamt sind 39 Fächer vorhanden. Die Basis, geführt von Silvia, Robert und Marc, machte einen sehr sauberen und guten Eindruck und verfügt über mehr als 80 Tauchflaschen (12-er Lang) und einen Bauer Kompressor.

Das Apartment konnten wir erst nach dem Mittag beziehen, da es noch gereinigt werden musste. Aber das war kein Beinbruch. Wir packten dann erst mal unsere Tauchsachen aus. Das Apartment liegt im Örtchen Kornic, ca.10 Minuten Fußmarsch oberhalb der Basis. Es gibt einen kleinen Tante Emma Laden. Dort kauften wir günstig erst mal das nötigste ein. Ganz in der Nähe vom Apartment ist auch ein Bäcker. Ein großes Brot kostet hier gerade mal 7 Kuna, umgerechnet ca. 1,00 €.

Zurück an der Basis machten wir uns bereit für unseren Checktauchgang. Nur hatte uns keiner gesagt, dass auch nach einer halben Std. heraustauchen wir nur eine Tiefe von 3.90 m erreichten würden : – (( . Nach dem TG hatten wir uns ein erstes Dekobier verdient. Wir können an dieser Stelle sagen, dass das kroatische Bier ein sehr wohlschmeckendes ist. Das Restaurant direkt neben der Basis ist einfach ausgestattet. Die Küche ist hervorragend und absolut empfehlenswert. Ein Rumsteak mit Champions, Reis und Salat kostet gerade mal 70,00 Kuna (10,- €) und schmeckt verdammt gut. 
Nachdem wir gut gegessen und getrunken hatten, gingen wir zum Apartment, um am folgenden Morgen fit für unsere Tagestour zu sein.

 

2. Tag - 03. Mai 2009

Nach einem guten Frühstück liefen wir zur Basis. Das dauert jeweils ca. 10 Minuten, und nicht wie die von Kroaten oft genannten 5 Minuten. Bei Kroaten dauert alles nur 5 Minuten...
Um neun Uhr trafen wir uns an der Basis und rödelten die Tauchklamotten auf. Wir brachen mit der "Volga" zur Tagestour mit erstem Ziel, der Insel Sevziwe, auf. Die Fahrtzeit bis dort beträgt ca. eine Stunde. Hier machten wir unseren ersten Bootstauchgang.

Bei 14°C Wassertemperatur stiegen wir auf 34 m Tiefe ab. Um die Felskante getaucht, kamen wir dann doch in einer heftiger Strömung und drehten schnell um, um nicht auf die Adria hinaus zu driften. Die Riffe sind felsig und mit Gorgonien bewachsen. In den vielen Spalten bekamen wir dann auch endlich einen Oktupus zu sehen. Fische sind leider nur wenige da.

Während unserer 50 Minuten unter Wasser, machte der Kapitän das Essen: Wiener Schnitzel mit Schwäbischen Kartoffelsalat, Grünen Salat mit Tomaten und Brot. Nach der verdienten Mittagspause fuhren wir uns sonnend zum zweiten Tauchplatz - Kurusija an der Insel Puvlic. Dort tauchten wir bis 26 m ab. Auf dem Rückweg ging es noch in die berühmte und superschöne "Liebeshöhle". Nach 60 Minuten Tauchzeit waren wir wieder zurück am Boot. Wir waren natürlich wieder die Letzten. 
Dann der Schreck: Michaels Messer ist weg! Das konnte nur in der Höhle liegen, war ja auch ein bisschen eng für den wohlproportionierten Freggel. Nach Absprache mit dem Kapitän durften Andre und Michael zur Höhle schnorcheln. Dort fanden wir das Messer und schwammen zurück zum Boot. Dann passiert es beim Ausziehen der Flossen. Andre meinte noch mal eben den Freggel döppen zu müssen. Dabei fiel das Messer wieder ins Wasser. Da lag es nun, unter dem Schiff in fast 4 m Tiefe.
Nun musste Michael mal zeigen was er Apnoe drauf hat. Mit großen Beifall fanden das Messer und Freggel wieder den Weg an die Oberfläche. Dann ging es zurück in die Bucht von Kornic, wo sich die Basis befindet. Abgerödelt ging es erst mal an der Basis unter die heiße Dusche.

Abends liefen wir zu dem kleinen, ca. 1,8 km entfernten Örtchen Punat. Dort setzten wir uns in einem rustikalen gemauerten Gewölbe, welches zu einem netten Restaurante gehörte. Da die Ortszufahrtstrasse über keinen Bürgersteig oder Randstreifen verfügt und uns der Rückweg im Dunkeln doch sehr gefährlich erschien, beschlossen wir ein Taxi zu bestellen. Doch das konnte man dort nicht bekommen. Für den Kneipje war das aber kein Problem. Der fackelte nicht lange und beschloss uns kurzerhand selber zum Apartment zu fahren. Für ein kleines Trinkgeld waren wir 10 Minuten später am Ziel. Spitzen Service! 
In Kornic angekommen hörten wir noch laute Musik. Auf dem Dorfplatz war ein Dorffest im Gange. Eine kroatische Band spielte deutsche Lieder. Diese fanden nicht nur begeistere Zuhörer – es endete in einer Schlägerei mit der Band...
Na ja, es war ja auch schon spät genug. Wir mussten ja um acht Uhr auch schon wieder zum Wracktauchen an der Basis sein. Also, ab in die Falle...

3. Tag - 04. Mai 2009

Mit dem Auto ging es auf die andere Seite der Insel. Dort gingen wir auf ein Boot einer anderen Basis. Aufgerödelt fuhren wir in ca.10 Minuten zum nahegelegene Wrack der „Peltastis".
Der im Jahr 1968 in einem Sturm gesunkene Holz- Frachter liegt auf ca. 32 m, ist noch gut erhalten und mit vielen Fischen umgeben. Der Kapitän ist beim Untergang mit unter gegangen. Wir tauchten zu viert. Michi ein Österreicher wurde uns zugeteilt. Zuerst tauchten wir um den Riesenkahn herum, an der Schraube entlang wieder zu den Heckaufbauten. Danach stiegen wir hinunter in den großen, nach oben offenen Laderaum - das war schon ein tolles Gefühl. 
Nachmittags hatten wir uns als Ausflugsziel das Städtchen Krk vorgenommen. Von der Basis aus kann man übers Wasser bis Punat gucken, aus der Richtung sollte auch der „weiße Bus mit grüner Aufschrift" kommen.

Nach einer Stunde Wartezeit kam der Bus endlich. Wir liefen um die Basis zur Bushaltestelle. Zu unserer Verwunderung biegt dieser Bus kurz vor der Haltestelle in die falsche Richtung ab. Die Tourist Agency, direkt an der Basis hatte noch „ Mittagspause". Aber nach lächerlichen drei Stunden Wartezeit hatten wir dann doch endlich ein Taxi bestellen und die Stadt Krk besuchen können.

Ganz in der Nähe vom Taxistand in Krk, ist der Hafen. Dort besichtigen wir noch zwei weitere Tauchbasen. Die sahen aber nicht gerade seriös und vielversprechend aus. Da waren wir doch froh bei Divesport in Kornic zu sein. In der Altstadt Krk gingen wir, wie kann es anders sein, wieder mal lecker essen. Anschließend fuhren wir zurück nach Kornic.

4. Tag - 05. Mai 2009

Am 4.Tag ging es um 9 Uhr mit dem Speedboot über die Adria zum Tauchplatz „Alter Leuchtturm". Am Nachmittag um 14 Uhr starteten wir erneut. Diesmal zum Tauchplatz Stone Henge. Dort herrsche, lt. Marc unserem 4 Sterne General- Oberstleutnant am Ruder, "Oktupus-Alarm". Naja, nicht wirklich Alarm, nicht mal ein Alärmchen...
Auf den Rückweg spendierte Horst bei 45 km/h dann für die Bootsbesatzung ein Dekobier, das kam schon gut. Eigentlich fehlte nur noch der Moskatel.

5. Tag - 06. Mai 2009

Das Tauchen ist leider vorbei. Abends um 20 Uhr ging der Flieger nach Köln/Bonn. Hier kam die Frage auf wie lange darf man noch vor dem Flug mit Nitrox tauchen? Horst ließ keine Ruhe, er wird noch mal eine Tabelle erstellen.
Um 10 Uhr musste das Apartment geräumt sein. Wir gingen runter zur Basis und packten die Tauchsachen ein.

Robert, der Basisleiter zeigte uns noch das ziemlich neue Apartmenthaus, welches wir mit 28 Leuten belegen könnten, wenn wir in den Herbstferien wieder kommen würden. Ein großer Vorplatz mit großem Grill, schöne, helle Apartments mit großen Balkonen oder Terrassen, einfach toll. Wir waren begeistert. Anschließend zeigte uns Robert noch mal die verschiedenen Tauchspots, unter anderem wo man vom Strand aus tauchen kann. Hier ist die schnuckelige Bucht Prniba zwischen Kornic und Krk mit dem Auto ca. 5 Minuten (10 Minuten deutscher Zeitrechnung) von der Basis entfernt. Man kann hier ganzen Tag verbleiben, tauchen, schwimmen und schnorcheln. Die nötigen Tauchflaschen würden je nach Bedarf von der Basis dorthin geliefert werden. Das sah wirklich klasse aus. Schade, dass die Tage wie im Flug vergingen.

Danach fuhr uns Robert noch einmal zu dem alte Fischerdorf Krk wo es dann noch mal ein Abschiedsbierchen am Hafen gab und für umgerechnet gerade mal 5 € eine große Pizza. Mit dem Taxi fuhren wir zurück zur Basis. Dort verabschiedeten wir uns und wurden von Tomi ( Eckerhart), zum Flughafen gefahren. Pünktlich um 20:25 h ging der Flieger zurück nach Köln/ Bonner Flughafen.

16.05.2009 Michael Frieg, Andre Peinemann