Reiseberichte 2001


Hongkong und Bohol/Panglao auf den Philippinen

Reisezeit: 10.02.2001 - 05.03.2001
Reisende: Jürgen und Petra Kössler, Ruth Wiesweg und Ralf van Hekeren

Anmerkungen

Gebucht haben wir diese Reise über Rainer Briem - Reisen und Erleben - in Wesel (http://www.reisen-und-erleben.de). Für seine Bemühungen vor und auch nach der Reise möchten wir uns noch einmal bedanken und wir werden "Reisen und Erleben" weiter empfehlen. Unsere negativen Erlebnisse, die im folgenden Reisebericht erwähnt werden, sind nicht vom Reisebüro Rainer Briem zu verantworten. In fernen Ländern geht es nun mal etwas anders zu und gerade auf den Philippinen können Ressorts, Restaurants und Bars heute gut und morgen schlecht sein, besonders wenn sie in philippinischer Hand sind. Die weiteren Angaben beziehen sich also nur auf den o.g. Zeitpunkt und können sich auch schon wieder geändert haben. Außerdem sind das ausschließlich unsere persönlichen Eindrücke.

Reisevorbereitung

Wie bei jeder Reise sind einige Vorbereitungen zu treffen. Neben der Impfung, die frühzeitig eingeplant werden sollte, sind nervige Laufereien und Besorgungen notwendig, bis man endlich im Auto sitzt. Reisepässe, Traveller-Schecks, Filme, Sonnencreme, Medikamente, Sonnenbrille, Moskitoschutz und vor allem die Tauchausrüstung. Man kann sich noch so anstrengen und noch so wenig mitnehmen, die Koffer sind immer voll und das Gepäck hat anscheinend immer Übergewicht. Trotz 10 KG Freigepäck, die wir bei der Cathay Pacific pro Person fürs Tauchgepäck bekommen haben, wurde unser Gesamtgewicht doch etwas überschritten. Aber am Freitag Abend (9.2.) saßen wir voller Erwartungen mit 2 Tauchrucksäcken, 4 Koffern, einer Fotoausrüstung und diversen Kleintaschen als Handgepäck im Auto Richtung Frankfurt, wo wir dann bei Verwandten übernachtet haben.

Am Samstag sind wir zum Flughafen gebracht worden und waren pünktlich um 12:00 Uhr beim Einchecken. Die befürchtete Nachzahlung wegen des Übergepäcks blieb jedoch aus.

Nachdem wir eine kleine Mahlzeit im MC Donalds im Terminal B zu uns genommen haben, startete die Maschine pünktlich um 14:15 Uhr in Richtung Hongkong.

Hongkong

Leider ließ bei diesem Flug der Service zu wünschen übrig (ist man eigentlich nicht gewohnt), kein Campari an Bord, die Versorgungspakete mit Zahnbürste, Augenklappe etc. gingen aus und den Kaffee konnte man auch nicht trinken. Die Flugbegleiterinnen der Cathay waren aber nett wie immer.

Nach einem relativ ruhigen 11,5 stündigen Flug sind wir mit einer Zeitverschiebung von 7 Stunden in Hongkong bei diesigen 18 bis 20 Grad gelandet. Also unerwartet angenehme Temperaturen.

Wir sind von einer Mercedes (Pullmann) Limousine vom Flughafen abgeholt worden, wirklich mit Stil. Aber nachdem unser Gepäck mit größter Mühe verladen war, saßen wir ziemlich gequetscht in diesem schönen Auto und waren froh, nach einer halben Stunde am Ramada Hotel in Kowloon wieder aussteigen zu können.

Wir haben dann erst mal unsere Zimmer im 13. und 17. Stock bezogen. Die Zimmer waren sehr klein und niedrig gebaut. Ralf hatte da so seine Probleme. In das Badezimmer konnte man nur alleine gehen, zu zweit war es unmöglich. Trotz allem waren die Zimmer sauber, wohl aber renovierungsbedürftig.

Ein Blick aus dem Fenster des 17. Stocks (des 13. auch) war schon unheimlich. Ich, Jürgen, musste mich bei der Höhe schon am geschlossenen Fenster festhalten und Ralf hatte das Gefühl, dass das Hotel schwankte. Aber auch daran haben wir uns schnell gewöhnt. Nach einer Dusche trafen wir uns in der Empfangshalle und waren bereit für einen Erkundungsspaziergang.

Da Petra und ich schon einmal in Hongkong waren, marschierten wir vertraute Wege durch Kowloon und gingen noch bis zur Star Ferry. Wach bleiben hieß die Devise, denn gegen Mittag wurden wir alle doch sehr müde. Wach wurden wir allerdings für kurze Zeit, als wir unsere Cappuccino bezahlen wollten. 90 HKD, umgerechnet 35 DM für zwei Cappuccino, das war doch etwas heftig. Auch sonst war das Essen sehr teuer und wir beschlossen, dann doch für den Rest des 3-tägigen Aufenthalts in den zahlreichen MC Donalds-Restaurants zu essen. Das kann man nur jedem empfehlen, der zum ersten Mal nach Hongkong reist, es sei denn, man kennt jemanden, der sich auskennt oder die Reisekasse ist so gut gefüllt, dass einem Spare-Ribs für ca. 100,- DM gut schmecken. Unsere Reisekasse hätte 2 Wochen Hongkong in dieser Form nicht verkraftet.

Nachdem Ruth gegen Nachmittag schon fast am Tisch eingeschlafen ist, zogen wir es dann doch gegen 17:00 Uhr vor, ins Hotel zu gehen, um sich wenigstens schon mal ins Bett zu legen.

Um 23:30 Uhr waren wir dann -außer Ruth- wie erwartet schon wieder wach und das Einschlafen fiel sehr schwer. Der Jetlag ließ grüßen.

Nach dem ersten Frühstück im Hotel schipperten wir mit der Star Ferry von Kowloon nach Hongkong Island. Die Überfahrt dauert 10 min. und kostet nur 60 Pf pro Person (wohl mit das Günstigste in Hongkong).

In Hongkong Island stehen sie, die riesigen Wolkenkratzer aller großen Firmen der Welt. Von Siemens bis zur Deutschen Bank ist alles vertreten. Immer wieder ein beeindruckendes Erlebnis in dieser hektischen Stadt. Menschen, Lärm und Handys begleiten uns den ganzen Tag. Man könnte meinen, diese Stadt kommt nicht zur Ruhe. Und doch, inmitten der Hochhaussilos fanden wir grüne Oasen, wo man fern von Hektik die nötige Verschnaufpause einlegen konnte. Z.B. gibt es eine richtige Dschungeloase, umspannt von einem riesigen Käfig aus einem feinmaschigen Zaun findet man hier viele Arten von Vögeln und Papageien in tropischer Vegetation. Das ganze kostet nicht einmal Eintritt.

In einem schönen Park mit einem großen Teich, wo ganz viele Schildkröten sich auf Steinen sonnten haben wir dann per Zufall erfahren, wo man gut und günstiger essen kann. In den meisten Hochhäusern befinden sich Shopping Center, von dort aus gelangt man über Rolltreppen 2-3 Etagen tiefer zu richtigen Fressmeilen. Hier kann man auf Karte (diese bekommt man beim Betreten des Restaurants ausgehändigt) alles essen was das Herz begehrt. Von Thailändisch bis Chinesisch, alles sehr lecker. Frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg zur Peak-Tram. Eine kleine Zahnradbahn, die uns 1500 m den steilen Berg nach oben zur Peak-Aussichtsplattform zog.

Hongkong - the Peak

Dort erwartete uns ein gigantischer Ausblick auf Hongkong. Das ist ein "Muss" auf jeder Hongkongreise.

Wir haben uns dann doch noch ein Bier für 12 DM geleistet, um den schönen Sonnenuntergang zu genießen und sind dann noch einmal zurück auf die Plattform, um Hongkong bei Nacht zu sehen. Ein unbeschreibliches farbiges Lichtspiel ist zu beobachten. Einige Hochhäuser wechseln ständig Ihre neonfarbene Beleuchtung. Einfach Klasse. Leider war es etwas diesig und es war sehr schwierig, dieses Bild fotografisch festzuhalten.
Hongkong - Lantau Island

Für unseren letzten ganzen Tag in Hongkong haben wir uns für einen Ausflug nach Lantau-Island entschieden. Zum größten sitzenden Bronze-Buddha Asiens. Auch dieser Ausflug war ein Erlebnis, welches man sich nicht entgehen lassen sollte. Wir haben diesen Ausflug nicht gebucht, sondern auf eigene Faust unternommen. Am besten man fährt mit der Star Ferry von Kowloon nach Hongkong Island. Direkt neben dem Anleger der Star Ferry befinden sich weitere Anleger. Von dort gehen Fähren in alle Richtungen. Nach Lantau wird von Pier 7 gestartet. Die Überfahrt nach Lantau dauert ca. 45 min. und kostet 16$HKD, einfach (ca. 5,50 DM). In Lantau angekommen, stiegen wir in die Buslinie 2, die uns direkt zum Buddha brachte. Diese Fahrt kostet ebenfalls 16$HKD. An den Wochenenden sind diese Fahrten teurer.

Mit einer nicht zu verachtenden Geschwindigkeit rauschte unser Busfahrer über eine schöne hügelige Landschaft, vorbei an einem Stausee mit einer schönen Aussichtsplattform. Am Zielort angekommen überwältigte uns der Anblick des großen Buddhas, der allerdings ca. 250 Stufen hoch über uns thronte. Oben angekommen belohnte uns die tolle Aussicht und ein beeindruckendes Monument.

Ich möchte bei dieser Gelegenheit noch erwähnen, dass es sinnvoll ist, bei Hongkongreisen ein Sweat-Shirt oder eine dünne Jacke im Rucksack zu haben. Trotz angenehmer Temperaturen kann einem der Wind recht kühl um die Ohren pfeifen. Und nicht zu vergessen sind die Klimaanlagen in Bussen und Fähren. Manchmal hatten wir das Gefühl, die Klimaanlagen sind auf unter null eingestellt. Eine Erkältung hat man sich schnell geholt.
Hongkong - Lantau Island

Zum Abschluss haben wir noch das Mönchkloster besichtigt, das am Fuße des Buddhas liegt. Wer möchte, kann dort übernachten und am Morgen eine Wanderung mit einem Mönch auf den angrenzenden Berg machen. Wir zogen es aber lieber vor, die Rückreise anzutreten.

Letztendlich ist unserer Meinung nach ein Stop Over für 3-4 Tage in Hongkong sehr zu empfehlen. Hongkong ist zwar sehr teuer aber es ist auch sehr beeindruckend und ein echtes Erlebnis.

Nach diesen ersten erlebnisreichen Tagen unseres Urlaubs freuten wir uns jetzt aber auf die Philippinen, um zum Wesentlichen unseres Urlaubs zu kommen, dem Tauchen und der Erholung.
Panglao Island (Bohol) auf den Philippinen

Pünktlich um 5:05 sind wir vom Ramada Hotel von einem Eisschrank (auch Bus genannt) abgeholt worden. Optimistisch und in Erwartung der Temperaturen von ca. 28-30 Grad Celsius hatten wir unsere Jacken schon tief im Koffer liegen. Es bestand 45 min. höchste Erfrierungsgefahr. Diese Fahrt war außerdem ziemlich nervig, weil der Bus immer wieder von einem zum anderen Hotel fuhr, um Leute aufzunehmen, die leider noch nicht fertig waren. Zur Entschädigung bekommen wir vom Busfahrer, klasse!, eine kalte Flasche Wasser. Im Flughafengebäude war es "Gottseidank" etwas wärmer und wir tauten wieder auf.

Beim Einchecken erwartete uns noch eine böse Überraschung. Wir hatten Übergewicht, nein nicht wir, unser Gepäck. Nach längeren Diskussionen und etwas Überzeugungsarbeit sind wir um eine Nachzahlung herumgekommen. Die wäre dann wohl teuer gewesen. Fazit für uns war somit: 10 kg für Tauchgepäck sind einfach zuwenig. Unser Rucksack mit zwei Tauchausrüstungen wiegt nun mal 30 kg und die Sachen sind auch zwingend notwendig.

In Cebu angekommen behängten uns gleich schöne Philippininnen mit Holzkettchen und hießen uns willkommen. Wir waren wohl etwas verwundert und angenehm überrascht. Später dann fiel uns ein, es war der 14.2. und somit Happy Valentine. Das wird auf den Philippinen ausgiebig gefeiert.

Nach dem Auschecken wurden wir erwartungsgemäß abgeholt und zum Fährhafen Cebu gebracht. Am Fährschalter herrschte zwar ein heilloses Durcheinander, aber unsere beiden Begleitungen hatten wohl alles im Griff und irgendwie kam das Gepäck auch auf das Schiff. Diese Fähre muss übrigens vor Ort bezahlt werden und ist nicht im Reisepreis enthalten. Kostet ca. 10,- DM pro Person. Die Überfahrt mit dem doch sehr komfortablen Kruiser dauert ca. 1.45 Std. und ist fast wie Busfahren. Am Anleger in Taglibaran auf Bohol angekommen, wurden wir schon erwartet und mit einem Kleinbus nach Panglao zu unserem Resort Kalipayan gebracht.

Dort wurden wir allerdings nicht erwartet, aber das konnte unsere Laune noch nicht trüben. Der allererste Eindruck dieser Anlage allerdings schon. Nach einigen Verständigungsschwierigkeiten mit drei jungen Philippinos verstanden wir, dass unsere Zimmer noch nicht fertig wären, was uns um 3.00 Uhr Nachmittags schon etwas spanisch vorkam. Wir ließen unser Gepäck also an der Rezeption, wenn man sie denn so nennen will, draußen stehen und machten uns erst mal auf den Weg zur Tauchbasis, die direkt im Resort lag.

Auf dem Weg dorthin passierten wir den Pool und staunten nicht schlecht. Er sah schon aus wie auf dem Prospekt, nur da war das Wasser klar und blau und nicht wie in der Realität grün wie ein Froschteich.

In der Tauchbasis wurden wir von dem Schweizer Felix begrüßt, der übrigens sehr nett war. Er erklärte uns die Basis und entschuldigte sich auf unsere Nachfrage für den katastrophalen Zustand der Anlage. Wir zogen es vor, erst mal ein Bier zu trinken und gingen zu diesem Zweck zur Bar, die sich im obersten Stockwerk auf dem Haupthaus befand. Dort fanden wir wirklich eine heruntergekommene Bar mit verrosteten Stühlen vor und versuchten mit viel Humor den Zustand zu akzeptieren, zumal wir tatsächlich, woher auch immer, ein kühles San Miguel (Bier) serviert bekamen. Mit gewissem Galgenhumor scherzten wir noch über den Zustand der Zimmer und waren echt gespannt.

Und wie soll ich sagen, der negative Trend setzte sich fort. Klodeckel in der Hand, Duschgriff ab, Grünspan an den Armaturen und bei Ralf und Ruth lief die Toilette so wie oben befüllt, unter wieder aus.

Die Enttäuschung war groß und schon drohten die ersten Tränen zu fließen. Aber nach kurzer Überlegung waren wir ausnahmslos der Meinung: Hier bleiben wir nicht!

Panglao - Die Tauchbasis

Wir marschierten also erst mal zum Strand, der -zwar nicht sichtbar, aber trotzdem- nahe der Anlage begann, und suchten die Hauptbasis des Atlantis Dive Centers auf, wo wir auch unser Tauchpaket gebucht hatten.

Dort wurden wir gleich von Thomas, dem Leiter der Tauchbasis, begrüßt. Nachdem wir unserem Ärger Luft gemacht hatten, kümmerte sich Thomas sofort um eine neue Unterkunft für uns. Nach einigen Telefonaten machten wir uns gleich mit Donna, einer sehr netten Angestellten von Thomas, auf den Weg, um andere Zimmer zu besichtigen. Das erste war gleich das Richtige, und zwar das Crystal Coast am anderen Ende des Strandes. Sehr schöne geräumige Zimmer mit Aircon, zwei großen Betten und einem großen Bad. Die Zimmer waren gefliest, sauber und ordentlich. Auch einen schönen Pool mit Rutsche hatten wir vor Ort. Gesagt getan, innerhalb von einer Stunde war unser Gepäck verladen und wir hatten unser neues Quartier bezogen. An dieser Stelle schon einmal recht herzlichen Dank an Thomas für die tolle Hilfsbereitschaft.
Panglao - Strand

Der Alona Beach ist ca. 800 m lang und besteht aus ein paar Tauchbasen, Unterkünften, Ressorts, kleineren Cottages und einigen Restaurants und Bars. Dieser Ort scheint noch nicht so überlaufen zu sein und war sehr gemütlich und ruhig. Zum Relaxen und Tauchen genau das Richtige. Ich glaube, nach 2 Wochen kennt man fast jeden. Ein bisschen lag es wohl aber auch daran, dass die Philippinen durch die Entführung im letzten Jahr etwas in die Negativschlagzeilen gerutscht sind. Die Jahre zuvor ist da wohl eine ganze Menge mehr los gewesen.

Am nächsten Tag sind wir nach dem Frühstück gleich zur Tauchbasis und haben uns für einen ersten Tauchgang am Nachmittag am Hausriff eingetragen.
Panglao - Tauchen am Hausriff
Jetzt haben wir unseren Tauchguide Martin kennen gelernt, der uns bis zum Ende unseres Urlaubs begleitet hat. Auch hier "unseren herzlichen Dank an Martin für die wunderschönen Tauchgänge". Martin hat uns so ziemlich alles zeigen können, was es an Besonderheiten an den Tauchplätzen zu sehen gibt, die er ja nun schon sehr gut kannte.

Schon nach dem ersten Tauchgang am Hausriff waren wir überwältigt von der Artenvielfalt und den intakten Riffen. Schöne Hart- und Weichkorallen, Anemonen und eine kleine Steilwand ließen das Herz höher schlagen. Schon an den Hausriffen, ob am BBC (Bohol Beach Club), am Alona Kew oder am Kalipayan (diese Riffe sind mit dem Boot in ca. 5-10 Minuten zu erreichen) haben wir schon fast alle Besonderheiten gesehen. Angefangen von der seltenen "flammenden Sepia", dem "Schaukelfisch" am BBC, der "Harlekin-Süßlippe" bis hin zum Seegraspfeiffenfisch und dem Harlekin-Geisterpfeiffen-Fetzenfisch am Kalipayan Hausriff, hatten wir alles vor der Haustür. Weitere Top Tauchplätze, die wir angefahren haben: Balicasag, Doljo und den Tagesausflug nach Capilao mit der wohl schönsten Steilwand am South Point, bewachsen mit schönen Korallengärten und riesigen Tischkorallen.

Im allgemeinen ist hier Steilwandtauchen vom Feinsten angesagt. Mit etwas Glück kann man Hammerhaie bei Doljo sehen. Leider hatten wir das Vergnügen nicht. Einziger Wermutstropfen war der Tauchplatz Snake Island, ein Riff mitten im Meer, hier ist von Korallen durch die Fischerei nicht mehr viel zu sehen. Schlangenfans kommen hier aber auf ihre Kosten. 10 Schlangen bei einem Tauchgang sind keine Seltenheit.

Des weiteren hatten wir noch einige schöne Nachttauchgänge an den Hausriffen.

Bei den Tauchplätzen um Capilao, Doljo und Balicasag muss auch schon mal mit etwas stärkerer Strömung gerechnet werden.

Zurück noch einmal zum Atlantis Dive Center. Hier haben wir uns richtig wohl gefühlt. Ein super Service, man hat sich um wirklich alles gekümmert. Kompliment!

Dass die Welt klein ist, habe ich nach 5 Tagen gemerkt. Nichtsahnend gehe ich mit Ralf am Strand entlang und wen treffe ich? Meinen Urlaubsbekannten Manni, den ich im letzten Jahr auf Boracay kennengelernt habe und mit dem ich schon einige Tauchgänge gemacht habe. Wir haben uns darüber köstlich amüsiert, zumal Manni und Anke im Flugzeug noch die Angelika getroffen haben, die auch im letzten Jahr mit uns auf Boracay gewesen ist.

Ach ja und noch was, außer Tauchen haben wir auch noch einen Ausflug zu den Sehenswürdigkeiten der Insel gemacht. Das ist auch sehr empfehlenswert!

Panglao - Ausflug ins Landesinnere

Wir haben uns mit 6 Personen einen Bus für 2600 Peso gemietet (umgerechnet 130 DM), pro Person 22 DM. Im Preis enthalten war die Fahrt zu folgenden Zielen (der Eintritt musste vor Ort entrichtet werden): eine kleine Tropfsteinhöhle auf Panglao (Eintritt 10 Peso p.P.), Besuch der zweitältesten Kirche auf den Philippinen, eine Flussfahrt (400 Peso), Besichtigung der kleinsten Affen der Welt (Tarsier), die berühmten Chocolate Hills (muss man gesehen haben, 10 Peso p.P.) und die Reisterassen.

Es war ein anstrengender Tag, aber wir haben auch viel gesehen. Leider hat es viel geregnet bei dem Ausflug, aber auch das hatte seinen Reiz und eine Flussfahrt im Regen hat auch was.

So das war`s von Panglao, nein, einen hab ich noch. Die Safety-Stop Bar von Kurt Biebelmann, allgemeiner Treffpunkt nach den schönen Tauchgängen zu einem gepflegten Bier und einem guten Essen (Leckeres Fleisch, frisch gegrillt).

Ein weiterer Tipp zum Essen ist der "Italiener" neben dem Tourist Office (in der Hauptsaison besser Plätze reservieren), die Tageskarte wechselt ständig und ist echt gut. Nicht zu vergessen die Sizzling Gambas im Alona Kew Restaurant.

Das Leben hier ist sehr günstig. Bier kostet hier zwischen 0,90 DM und 1,50 DM. Eine Mahlzeit zwischen 8 und 15 DM.

Fazit dieser Reise 

Super Tauchplätze, Super Tauchbasis, Super Preis-Leistungsverhältnis. Es ist ein Platz zum Wiederkommen.

Rückreise

Auch zum Ende der Reise hatten wir noch ein kleines Highlight (leider negativer Art).

Um 10:00 Uhr sind wir pünktlich an der Tauchbasis abgeholt worden und sind wieder nach Taglibaran zur Fähre gebracht worden (Der Abschied war schwer). Sicherheitshalber haben wir eine Fähre früher genommen, um einer eventuellen Verspätung vorzubeugen. Demzufolge waren wir auch schon um 13:00 Uhr in Cebu am Flughafen, obwohl die Maschine erst um 20:00 Uhr fliegen sollte.

Mit Kartenspielen brachten wir die Zeit ganz gut rum und gingen pünktlich um 18.00 Uhr zum Einchecken. Als wir um 20.00 Uhr immer noch in der Schlange standen, wurden wir doch etwas unruhig. Denn unser Anschlussflug von Hongkong nach Frankfurt ging um 23:45 Uhr.

Man versicherte uns jedoch am Schalter, dass wir den Flug in Hongkong noch erreichen. Um 21:30 Uhr waren wir auch noch die letzten, die Ihr Gepäck aufgaben und um 22.00 Uhr ging es dann mit 2 Std. Verspätung endlich los. In Hongkong angekommen wurden wir gleich in Empfang genommen und man überbrachte uns die frohe Botschaft, dass der Flieger voll sei und wir nicht nach Frankfurt fliegen können, sondern gleich nach London fliegen. Etwas entrüstet liefen wir dann doch schnurstracks zum Abflugterminal, wo die Maschine schon auf uns wartete. Also starteten wir zum 14 Std. Flug nach London.

Dieser Flug hatte es in sich. Starke Turbulenzen machten ihn doch sehr unangenehm. Aber auch das haben wir überstanden. Nach einem 3-stündigen Aufenthalt in London flogen wir dann endlich mit der British Airways in Richtung Frankfurt, wo wir um 14.00 Uhr landeten.

Nach weiteren 3 Stunden Autofahrt hatte uns die Heimat um 18.00 Uhr wieder. Mittlerweile waren auch seit der Abreise 40 Stunden vergangen.

Trotz dieser Strapazen am Anfang und am Ende war es ein toller Urlaub.

Jürgen Kössler

Vielen Dank an Petra, Ruth und Ralf für die Mitarbeit an diesem Reisebericht.

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