Marsa Alam 2000 (Ägypten)
Reisezeit: 28.08.2000 - 04.09.2000
Reisende: Jürgen und Petra Kössler, Ruth Wiesweg und Ralf van Hekeren, Silke und Andreas Funke, Doris Höbing, Matthias Aust, Katja von den Benken, Martin Bornhausen und Erwin Telöken.
Anmerkungen
Gebucht haben wir diese Reise über Reiner Briem - Reisen und Erleben - in Wesel (http://www.reisen-und-erleben.de). Wie eigentlich immer ist man bei Reiner in guten Händen! Immer ist alles bestens organisiert!
Reisebeginn
Am frühen Morgen des 28.08.2000 ging es los.
Nachdem alle eingesammelt waren und in unserem Bustaxi saßen, sind wir auch pünktlich am Düsseldorfer Flughafen angekommen. Nach dem Einchecken ging es ab in den Flieger, wo wir auf den Start warteten, “Warten” im wahrsten Sinne des Wortes. Nach dem Check des Kapitäns musste leider festgestellt werden, dass die Triebwerke nicht einwandfrei funktionierten und wir wieder umsteigen mussten. Zum Glück stand noch eine Maschine gleichen Typs bereit und wir starteten mit 2-stündiger Verspätung endlich in Richtung Sonne.
Hurghada
In Hurghada angekommen nahmen wir unser Gepäck in Empfang, versorgten uns noch mit Wasserflaschen und gingen Richtung Ausgang. Etwas verdutzt schauten wir schon drein, als wir keinen Bus erblickten, der uns ins Hotel bringen sollte. Wir dachten schon, dass der Bus bereits weg ist, da wir ja doch einiges an Verspätung hatten. Nachdem wir uns noch einmal durchgefragt hatten, kamen wir doch noch zu unserem Bus, wo schon einige weitere Gäste ungeduldig auf uns warteten (Wichtig- die Busse können nicht mehr vor das Flughafengebäude fahren, sie warten etwas außerhalb an dem Taxi-Parkplatz). Dann ging es endlich los auf unsere 4-stündige Fahrt.
Nachdem uns schon das Pipi bis zu den Augen stand, hielt der Bus in El Quseir vor einer Teestube um uns von unserem Leid zu befreien. Die Männer gingen zuerst und checkten die Lage, denn Frauen in einer Teestube auf der Toilette sind hier schon etwas ungewöhnlich. Der hygienische Zustand der Toiletten ließ aber stark zu wünschen übrig, so dass sich unsere Frauen dazu entschieden, weiter aufzuhalten.
Die Strecke nach Marsa Alam zog sich noch erheblich und unsere Frauen waren wirklich nicht zu beneiden, ich hätte nicht so lange aushalten können. Man konnte auch nicht mal eben an der Strecke zum pinkeln anhalten, wo wir doch von Militärposten beobachtet und uns auf moslemischem Boden befanden.
Das Ziel ist erreicht: Marsa Alam
Endlich im Hotel angekommen wurden verständlicherweise erst einmal die Toiletten gestürmt.
Fazit zur Busreise: Vor der Hin-und Rückfahrt den Toilettengang nicht vergessen.
Nach dem Einchecken fanden wir eine wirklich tolle Anlage inmitten einer Wüstenlandschaft vor, wo es weit und breit nichts anderes gab. Die schönen geräumigen Zimmer waren alle mit Meerblick, Klimaanlage, Kühlschrank, TV und DU/WC ausgestattet. Die Klimaanlagen sind hier so eingebaut, das sie einem nachts nicht die kalte Luft um die Ohren blasen, ein echter Vorteil. Etwas gewöhnungsbedürftig war allerdings das etwas bräunlich gefärbte Duschwasser. Das war allerdings das einzige Manko.
Die Anlage war super klasse. Ein schöner Pool, der für gute Abkühlung nach unseren ereignisreichen Tauchgängen sorgte. Nicht nur der Pool war kühl, auch das kühle Stella Bier zum Ausklang des Tages war nicht zu verachten (Gerüchte sagen, das STELLA Bier ist das einzigste Bier mit 24 Geschmacksrichtungen in einer Kiste). Ich denke, wir waren mit unserer Truppe die einzigen, die in dieser Woche im Ressort für Umsatz gesorgt haben. Und am Pool ging es doch manchmal sehr spaßig zu.
Auch das Frühstücks- und Abendbuffet waren waren wirklich prima. Eine gute Auswahl und es schmeckte super. Ich wundere mich, dass ich nicht zugenommen habe, der Nachtisch war immer extra Klasse (“Ägypten Sweet” ist ein Muss).
Nun zum Tauchen.
Die Basis liegt ca. 200 m vom Ressort weg und ist bequem zu Fuß zu erreichen.
Diese präsentierte sich in einem Top-Zustand und wir wurden herzlich aufgenommen. Die Basis besitzt 4 Boote für die Tagesausflüge. Zuvor haben wir unsere Ausrüstung auf einem der Boote verstaut, mit dem wir auch in den nächsten 5 Tagen ausgelaufen sind. Jeden Morgen brachte uns ein Zodiak zu unserem Boot, das weiter draußen geankert hatte. Die Tagesausflüge gingen zu den vorgelagerten Riffen des Wadi Gimal. 34 Tauchplätze sind schon eine Menge und wir ankerten immer mit unserem Boot alleine und ohne Trubel. Die Ausfahrten dauerten von 45 min. bis zu 3 Stunden z.B. zum Dolphin Reef. Je nach Tauchplatz war man zwischen 16:00 und 18:00 Uhr wieder im Hotel.
Wer nicht mit dem Boot raus wollte, konnte auch einen Tauchgang am Hausriff machen, würde ich aber nur zum Eingewöhnen in den Urlaub, zum Nachttauchen oder als Abschluss des Urlaubs empfehlen, obwohl man auch hier einiges entdecken kann.
Die Tauchplätze um Wadi Gimal sind durchweg sehr schön. Man findet hier noch weit ab von Massentourismus noch intakte Riffe.
Gleich nach unserem 2. Tauchgang hatten wir schon unser erstes Highlight. Delphine während des Tauchgangs, die in aller Gemütsruhe an uns vorbeizogen. Ein tolles Erlebnis. Das sollte aber nicht alles sein. Wir ahnten zu diesem Zeitpunkt ja nicht, dass diese eleganten Tiere uns fast bei jedem Tauchgang begegnen sollten. Einmal verweilten Sie sogar fast 5 Minuten und schwammen die ganze Zeit um uns herum. Ich hatte sogar genügend Zeit ein paar schöne Photos (siehe Fotogalerie) zu schießen. Einfach genial.
Den Tagesausflug zum Dolphin Reef sollte man auf jeden Fall mitmachen. Das Boot legt zwar schon um 5:00 Uhr in der Früh ab, aber dafür wird man mit einem herrlichen Sonnenaufgang und einem Schnorchelerlebnis mit ca. 20-30 Delphinen entschädigt.
Ein Lob noch an die Bootscrew. Die hat sich viel Mühe gegeben und wir hatten auch viel Spaß mit den Jungs. Vor allem Doris und Katja hielten alle in Trab und schnell hatten wir den Ruf der „Crasy Group“ weg. Auch ein Kompliment an den Küchenchef an Bord. Es war lecker, auch wenn der Preis für ein Mittagessen an Bord doch etwas teuer war.
Unser Tauchguide hatte alles während der 5 Tage im Griff. Hervorzuheben sind noch die exzellenten Briefings. Leider darf in Ägypten die Tauchtiefe von 30 m nicht unterschritten werden. Bei dem einen oder anderen Tauchplatz wäre man doch gerne mal etwas tiefer gegangen, aber es hat den Tauchgängen trotzdem keinen Abbruch getan und sie waren allesamt toll.
Nach dem Tauchen war immer noch ein Aufenthalt am Pool angesagt und wie anfangs schon erwähnt hatten wir immer viel Spaß dabei.
Zu erwähnen sei noch, dass es für Sportbegeisterte noch einen Squashraum, einen Fitnessraum und eine Tischtennisplatte gibt, die wir aber -bis auf Tischtennis- nicht genutzt haben.
Auf die Rückreise haben wir uns dann etwas besser eingestellt. Zur Stärkung gab es vom Hotel noch ein Frühstückspaket mit auf den Weg (ist aber nicht so empfehlenswert).
Abschließend bleibt zu sagen, es war eine tolle Woche, wo wir viel Spaß hatten. Die Tauchplätze, die Basis, das Hotel, Essen und die Unterkünfte können wir nur weiter empfehlen.
Der weite Weg hinter Marsa Alam hat sich gelohnt !!!
Jürgen Kössler
Vielen Dank an Petra, Ruth und Ralf für die Mitarbeit an diesem Reisebericht.