Bodul 2012

Reisebericht Bodul 2012

von Michael Frieg

Am 05.10.2012 ging um 4:30 Uhr die Reise, mit dem Auto, los nach Kroatien.

Über die A3 fuhren wir bis Östereich, über die Grenze bei Passau durch den Gleinalm-(7,50 €) und den Bosrucktunnel (4,50 €) durch Slowenien (30,00€) in Richtung Rijeka – Splitt, wo wir eine Woche auf der Bodul, eine Tauchsafari, von dem schönen Fischerort Trogir aus starteten.

Um 19:30 Uhr angekommen trafen wir Kapitän Marino, im Hafen vor seinem Schiff, der hölzernden Bodul. Da wir bereits im letzten Jahr schon auf der Bodul Urlaub gemacht hatten, erkannte er uns sofort wieder und begrüßte uns freundlich. Nach 2 kurzen Telefonaten besorgte Marino uns eine private Bleibe für die erste Übernachtung (p.P. 20,- € beim Hafenmeister) in Trogir.

 

Am nächsten Morgen den 06.10.12 um ca. 9:00 Uhr konnten wir auf das Schiff. Das Schiff hat 15 Kabinen auf 3 Etagen. Wir wurden im Mitteldeck untergebracht, ebenso die Kollegen Horst mit seinen Sohn Marvin, Peter und Claudia. Auf dem Oberdeck quatierten sich Jannik mit Jan und Hans mit Werner ein.

So wie auch im letzten Jahr war Wolfgang Mehrer mit 5 weiteren Personen aus München Erdingen mit an Bord. Wir hatten das Glück, dass die Bodul, obwohl nicht voll ausgebucht, ihre Tour aufnahm.

Die Glocke an Bord läutete, zur gewohnten Zeit um 12.00 h gab es schon das erste Mittagessen.

Wir fuhren raus aus dem Hafen zum ersten Wracktauchgang an der Paolat 06.10.12 um 15.00 h in Nähe der Insel Hvar. Bei einer Sichtweite von 50- 60,00 m hatten alle Taucher Spaß (1.TG. 30,00 m / 71 Min) *grins*, besonders mein Sohn Jannik und sein Kumpel Jan, die zum ersten mal mit auf der Bodul waren.

Der 2. Tauchgang wurde dann in einer schön gelegenen Bucht, um 20.30 h gemacht. Dort sahen wir freischwimmende Meeraale eine Muräne und natürlich auch einen Oktopus.( 2.TG 6,00 m / 32 Min.)

Vor lauter Begeisterung durfte es auch nicht an einem Early Morning Dive fehlen. Früh Morgens am 07.10.12 um 7:15 h und noch vor dem Frühstück, stürzten wir uns wieder in die Wellen und hatten einen riesen Spaß. (3.TG 12,00 m / 35 Min)

Um 9:45 h nach dem Frühstück ging es weiter mit dem 4. TG ( 34,00 m / 40 Min ) am Riff Kampanel vor Veli Vod Jak. Einen weiteren TG machten wir nach dem Mittagessen. Um 14:00h ging es noch mal an die Steilwand runter. Hier herrschte leider starke Strömung der unseren TG natürlich verkürzte (28,00m / 28 Min.,) dennoch hatte sich die Gigantische Steilwand gelohnt. Der 6. TG fand in der Dämmerung um 17:30h statt, auf 17,00m / 60 Min.

Am Morgen des 08.10.12 machten wir vor Belagaschka fest und machten den 7. TG. (9:15 h 32,00m / 60 Min.) Hier befand sich eine schöne Höhle auf nur 6,00 m Tiefe.

Der 8. TG 39.00 m / 34 Min fand an der Steilwand Veli Vodnjak statt, hier landeten wir auf ein großes Feld mit Roten Grogonien bewachsen, aufgrund der starken Strömung wurden wir von Kapitän Marino per Beiboot ( in einem TAXI nach Paris ) eingefischt.

Der 9. TG am 09.10.12 war unser Highlight: die BRIONI.

An der südöstlichen Küste von Vis findet man das Wrack des Passagier- und Frachtdampfers, dessen Geschichte bis heute nicht genau bekannt ist. Vermutlich wurde es bei schlechtem Wetter von starkem Seegang gegen die Küste der Insel Ravnik getrieben. Es versank und liegt heute in einer relativ großen Tiefe von 50 bis 60 Metern. Hier wurden wir mit fantastischen Eindrücken belohnt.

Das Wrack, das auf der linken Seite liegt, ist über mit gelben Schwämmen bewachsen und erstaunlich gut erhalten. Hier besteht auch die Möglichkeit das Wrack von der Steilwand bei einer Sicht von 50,00 – 60,00 m aus zu bewundern.

An der Steilwand Stiniva machten wir unseren 10. TG ( TG. 33m / 50 Min). Auf der Bodul ist das Tauchen einfach easy.

ESSEN-SCHLAFEN-TAUCHEN- BOOTFAHREN. Was mich natürlich freut, ist das man auf der Bodul nur die Luft fürs Tauchen bezahlen muss und nicht die einzelnen Tauchgänge. Hier kostet die Luft nur 50 Cent sprich eine 12 er Flasche 6,- €.

Der 11. TG am 10.10.12 war an dem Riff Rtkabal. In einer Tiefe von 9 bis auf 15 m befindet sich ein Tunnel, wo wir hindurch tauchten, schließlich erreichten wir an der Steilwand eine Tiefe von 53 m.

Dann ging es weiter zum 2. TG an diesem Tag. Das nächste Highlight stand uns bevor: die Große Höhle Lucice, diese hat auf etwa 3,00 m Tiefe nur 2 kleine Einstiege, wo man jedoch eine Tiefe von 44 m erreichen kann und einen Durchmesser von 34 m. Das war einfach fantastisch!

Am nächsten Morgen fuhren wir nach Solta, um das Wrack Ribolovac zu besichtigen. Dieses liegt in einer Tiefe von 20- 30 m (13. TG; 11.10.12; 36,00 m / 50 Min.).

Am Mittag betauchten wir dann wieder eine Steilwand mit tiefen Spalten, Oktopusen und Klara sichtete sogar einen Delfin und fliegende Fische (TG 14; 43,00 m / 65 Min.).

Am letzten Tauchtag wurde unser Kapitän Marino und seine Crew etwas nervös – Regen hatte sich angemeldet. Und uns war klar, dass die schönste Woche im Jahr schon wieder zu Ende ging. Dennoch schafften wir unseren 15 TG an einem schönen Riff – Mala Kluda 28,00 m / 56 Min. Danach hieß es einpacken, wir mussten sehen dass wir in den Hafen von Trogir kamen. Marino beklagte sich „den ganzen Sommer hat es nicht geregnet, aber jetzt am letzten Tag…“

- das ist sehr schade! Aber leider kann man daran nichts ändern….

Am Samstag den 13.10.12 verließen wir die Bodul mit schweren Herzens und fuhren über Krka, den Wasserfällen, die man sich mal angeschaut haben muss. Hier wurde im Jahre 1963 der Film Winnetou „Ein Schatz am Silbersee“ gedreht. Wir erreichten die Insel Krk.

Auf Krk befindet sich ein kleiner Fischerort – Malinska. Dort besuchten wir die Basis „Submalin“ die direkt an der Adria und dem Hotel Malin **** liegt. Tommy und seine Frau bemühten sich noch am gleichen Abend, um ein Appartment für uns und wir machten sofort einen Tauchgang für den nächsten Tag aus. Tommy schaute auf seinem Handy und sagte: „Wir haben Glück wir könnten, aufgrund des schönen Wetters morgen zum Wrack Lina starten.“ Gesagt getan am nächsten Morgen fuhren wir um 10.00 h zur Basis. Hier empfing uns Tommy mit seinem kleinen Traktor am Parkplatz, wo wir die gesamte Ausrüstung aufladen konnten. Nach dem Füllen der Flaschen fuhren wir mit dem Traktor runter zum Hafen, wo er sein Boot schon für uns klar gemacht hatte.

Tommy hat 2 Boote, ein GFK und ein Zodic mit 100 PS, mit dem wir eine ¾ Std. lang über die Adria um die Insel CRES fuhren, um dort das Wrack Lina in einer ruhigen Bucht, zu bestaunen. Es gab keine Strömung, die Adria war flach wie ein Brett, die Sonne schien und das Wasser hatte eine Temperatur von 17C°. Es war unser 16. und letzter TG in einer Tiefe von 45,00m.

Schließlich tauchten wir nach 50 min wieder auf und fuhren mit 25 Knoten, sprich 45 km/h zurück nach Malinska. Der Spaß kostete uns 39,- €, dass war es aber auch Wert! Für normale Tauchgänge vom Boot berechnet Tommy 25,- €.

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